Vom Baum in die Flasche: So gut kann Naturschutz schmecken

Sünching. (wn) Eine Landpartie unternahm die Abschlussklasse der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung Regensburg, und diese führte nach Sünching. Damit führten das Staatliche Berufliche Schulzentrum Regensburger Land und der Landschaftspflegeverband Regensburg ihr Kooperationsprojekt weiter. Ziel dieser Exkursion war die Vermittlung von Umweltwissen in Verbindung mit der Verarbeitung von regionalen Produkten.
In Sünching trafen sich die 20 angehenden Assistentinnen für Ernährung mit dem Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands und Kreisfachberater Josef Sedlmeier auf der äußeren Streuobstwiese des Bund Naturschutz. Dabei erfuhren die Schülerinnen aus erster Hand, dass die hier in der Landschaft stehenden Obstbäume nicht nur leckere Äpfel liefern, sondern auch ein wertvoller Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten sind. Sedlmeier betonte, dass das Sammeln und Verwerten des Obstes im Landkreis wesentlich zum Erhalt der heimischen Obstbäume beitrage. Bayernweit seien in den letzten Jahrzehnten über die Hälfte aller Obstbäume gerodet worden und damit verloren gegangen.
Wie die Herstellung von Apfelsaft funktioniert, konnten die Schülerinnen anschließend in Sünching bei der Apfelsaft GbR der OGV‘s Sünching und Mötzing/Dengling in den Kellerräumen des Bauhofes anschauen.
Die Äpfel steuerte Klassenleiterin Gudrun Schmidbauer zusammen mit ihrem Ehemann, Josef Schmidbauer (Leiter einer anderen Berufsschule) aus dem eigenen Streuobstgarten bei. Unter Anleitung von Hans Botzler packten die Schülerinnen selbst mit an. Dass es sich bei dem Endprodukt um einen Apfelsaft erster Güte handelt, davon konnten sich die Schülerinnen bei der Kostprobe überzeugen. Fotos: wn