„Bestmögliche Bildung von Anfang an!“ Das Netzwerk „BinE“ in Pielenhofen widmet sich in seiner diesjährigen Fachtagung den Bayerischen Bildungsleitlinien

Am Dienstag, den 6. November 2018 lud das Netzwerk BinE (Bildung nachhaltiger Entwicklung für Pädagogische Fachkräfte) zu einer Fachtagung in den Klosterstadel in Pielenhofen ein.

Mit dem Netzwerk BinE haben es sich die regionalen Bildungspartner in Pielenhofen seit Frühjahr 2017 zur Aufgabe gemacht, nachhaltige Bildung in der Frühpädagogik zu etablieren. Die Fachtagung am 6. November passte daher zielgenau zu diesem Auftrag, da die Bayerischen Bildungsleitlinien derzeit den Orientierungsrahmen für alle außerfamiliären Bildungsorte bis zum Ende der Grundschulzeit bilden. Sie sind zudem wichtiger Bezugsrahmen für die Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung des pädagogischen Personals dieser Bildungsorte. Mit Eva-Reichert-Garschhammer, der stellvertretenden Leiterin des Instituts für Frühpädagogik München (IFP) konnte dabei eine Referentin gewonnen werden, die zum Autorenteam der Bildungsleitlinien gehört.

Zusammen mit ihrer Kollegin, Frau Dr. Claudia Wirts, verschaffte sie dem interessierten Publikum an diesem Nachmittag einen vertieften und facettenreichen Einblick in das grundlegende Bildungsverständnis der Bildungsleitlinien.

Angesichts des Themas und der Referentinnen wunderte es daher nicht, dass die Veranstaltung gut besucht war und rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Fachtagung begrüßt werden konnten. Darunter Vertreterinnen der Fachaufsicht für Kindertagesstätten der Regierung der Oberpfalz und des Landratsamtes Regensburg, Erzieherinnen aus unterschiedlichen Einrichtungen des Landkreises Regensburg, Lehrkräfte der Fachakademie für Sozialpädagogik und der Berufsfachschule für Kinderpflege am Staatlichen BSZ Regensburger Land, und darüber hinaus die Studierenden des 2. Studienjahres der Fachakademie.

Frau Pengler, die Leiterin der Fachakademie für Sozialpädagogik am BSZ Regensburger Land, bedankte sich besonders bei der Gemeinde Pielenhofen, vertreten durch den 2. Bürgermeister, Herrn Jürgen Ebkemeier, für die Bereitstellung des Veranstaltungsorts. Die attraktiven Räumlichkeiten des neu sanierten Klosterstadels trugen dazu bei, dass sich die Teilnehmerinnen  und Teilnehmer in angenehmer Atmosphäre dem Vortrag der Referentinnen widmen konnten.

Anke Wolfram, Leiterin der Waldkinder Regensburg, und – zusammen mit Heidrun Pengler – , Teil der Arbeitsgruppe rund um BinE, freute sich über die gelungene Veranstaltung und den gewinnbringenden Austausch. Beide zeigten sich zuversichtlich, dass es auch künftig Veranstaltungen zu zeitnahen pädagogischen Themen durch das Netzwerk „BinE“ geben wird.

 

Eine-Welt-Fest im Kolpinghaus – wir waren die einzige Schule

„Die Erhaltung der Schöpfung ist ein grundlegender Auftrag der Politik und unseres Lebens.“
Diese Worte richtete der Bundesentwicklungsminister Dr. Gert Müller am Eine-Welt-Fest an seine Zuhörer. Weltweiter Handel müsse fair gehandhabt und die Ausbeutung von Menschen müsse gestoppt werden.
Am 28. Oktober hatte unsere Schule am Weltmissionstag im Kolpinghaus die große Ehre, sich als einzige Schule neben 25 anderen Ausstellern präsentieren zu dürfen.
Vorgestellt wurde das „fair trade“ – Projekt der Unterrichtsfächer Religion und Ethik. Dieses Projekt wird jährlich durchgeführt. Schülerinnen und Schüler werden für die Vorteile und die Verwendung gerecht gehandelter Produkte sensibilisiert. Die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung zeigten großes Interesse an unserem Schulprojekt.
Zusätzlich wurden sie auch von den leckeren Schokocookies, die die Klasse EV11b aus fair gehandelter Schokolade gebacken hatte, angelockt.
Text und Bilder: Heidi Chun

Perspektiv-Wechsel: Mit dem Rollstuhl in Regensburg unterwegs

Regensburg (hp): Im Rahmen des Vertiefungsgebiets II machte sich eine Gruppe Studierender der FakS 2 am 26. Oktober nachmittags auf den Weg, um nicht wie gewohnt als Fußgänger, sondern im Rollstuhl die Regensburger Innenstadt zu erkunden.

Die Erfahrungen der Studierenden waren eindrücklich und vielfältig:

„Der Alltag kann für Rollstuhlfahrer und  deren Begleiter sehr anstrengend werden, vor allem wenn Straßen und Wege schwer befahrbar sind.“

„In viele Geschäfte kommt man nur schwierig rein, da Stufen oder steile Rampen den Zutritt erschweren. Warum gibt es nicht viel mehr Türen, die automatisch öffnen?“

„Manchmal bräuchte man eine Klingel, um sich bei anderen Passanten bemerkbar zu machen.“

„Allerdings ist es auch nicht angenehm, die Blicke anderer auf sich zu ziehen.“

„Gibt es einen Fahrstuhl? Und wenn ja: Wo???“

„Das Sichtfeld ist eingeschränkt und die Regale sind oftmals unerreichbar hoch!“

„Es gibt auch hilfsbereite Menschen, die sehen, dass man sich abmüht und die dann einfach helfen.“ smile

 

Vom Baum in die Flasche: So gut kann Naturschutz schmecken

Sünching. (wn) Eine Landpartie unternahm die Abschlussklasse der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung Regensburg, und diese führte nach Sünching. Damit führten das Staatliche Berufliche Schulzentrum Regensburger Land und der Landschaftspflegeverband Regensburg ihr Kooperationsprojekt weiter. Ziel dieser Exkursion war die Vermittlung von Umweltwissen in Verbindung mit der Verarbeitung von regionalen Produkten.
In Sünching trafen sich die 20 angehenden Assistentinnen für Ernährung mit dem Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands und Kreisfachberater Josef Sedlmeier auf der äußeren Streuobstwiese des Bund Naturschutz. Dabei erfuhren die Schülerinnen aus erster Hand, dass die hier in der Landschaft stehenden Obstbäume nicht nur leckere Äpfel liefern, sondern auch ein wertvoller Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten sind. Sedlmeier betonte, dass das Sammeln und Verwerten des Obstes im Landkreis wesentlich zum Erhalt der heimischen Obstbäume beitrage. Bayernweit seien in den letzten Jahrzehnten über die Hälfte aller Obstbäume gerodet worden und damit verloren gegangen.
Wie die Herstellung von Apfelsaft funktioniert, konnten die Schülerinnen anschließend in Sünching bei der Apfelsaft GbR der OGV‘s Sünching und Mötzing/Dengling in den Kellerräumen des Bauhofes anschauen.
Die Äpfel steuerte Klassenleiterin Gudrun Schmidbauer zusammen mit ihrem Ehemann, Josef Schmidbauer (Leiter einer anderen Berufsschule) aus dem eigenen Streuobstgarten bei. Unter Anleitung von Hans Botzler packten die Schülerinnen selbst mit an. Dass es sich bei dem Endprodukt um einen Apfelsaft erster Güte handelt, davon konnten sich die Schülerinnen bei der Kostprobe überzeugen. Fotos: wn